Umstrukturierung bei Coca-Cola in Deutschland

Umstrukturierung bei Coca-Cola in Deutschland

Wassermarke Apollinaris verschwindet aus den Regalen

Bei Coca-Cola in Deutschland stehen Standortschließungen und Stellenstreichungen an.

Coca-Cola ist mit 7.500 Mitarbeitern in Deutschland der größte Getränkehersteller. Jetzt sollen hier einige Standorte aufgegeben und andere verkleinert werden.

Dabei werden voraussichtlich 485 Arbeitsplätze abgebaut. Allerdings werde es nach Aussage der Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH (CCEP) in anderen Bereichen 120 neue Arbeitsstellen geben.

Im nächsten Jahr soll das Cola-Abfüllwerk in Liederbach nahe Frankfurt am Main geschlossen werden. Für den Sodenthaler Mineralbrunnen in Sulbach bei Aschaffenburg gibt es Verkaufspläne. Eventuell wird die Marke Sodenthaler eingestellt.

Apollinaris nur noch für die Gastronomie

Die Marke Apollinaris wird in Zukunft nicht mehr im Einzelhandel erhältlich sein. Die Traditionsmarke wird demnächst nur noch auf den Außer-Haus-Markt ausgerichtet. Die Produktion im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr wird dafür auf Gastronomie-Produkte konzentriert. Für dieses Segment wird dort die Abfüllung von Apollinaris Selection und kohlensäurehaltiger Erfrischungsgetränke erfolgen. Im Zuge der Umstrukturierung werden achtzig Mitarbeiter diesen Standort verlassen.

Ab März nächsten Jahres wird die Marke Apollinaris dann nicht mehr im Einzelhandel verkauft. Herstellung und Vertrieb der Sorten Apollinaris Classic, Medium, Lemon, Big Apple, Presta sowie des Heppinger Heilwassers werden Ende Februar eingestellt.

Kritik der Gewerkschaft

Betriebsbedingte Kündigungen will die Coca-Cola-Gesellschaft vermeiden. Dafür ist geplant, mit den Arbeitnehmervertretern Gespräche zu führen. So bietet das Unternehmen nicht nur Abfindungen, sondern auch alternative Arbeitsplätze in den Regionen Frankfurt und Karlsruhe an.

Allerdings zeigt sich die Gewerkschaft NGG verärgert. Entsprechend äußerte sich Uwe Hildebrandt, der Südwest-Landesvorsitzende der Gewerkschaft: „Coca-Cola in Deutschland schreibt nach wie vor schwarze Zahlen. Trotz Gewinnen Standorte zu schließen, zeugt nicht von einem verantwortungsbewussten Handeln gegenüber den Beschäftigten, die diese Gewinne erwirtschaftet haben.“

Quelle: www.kloepfel-consulting.com