Sparkassen führen nun doch Apple Pay ein

Sparkassen führen nun doch Apple Pay ein

Zuvor iPhone Bezahl-App abgelehnt

Nachdem die Sparkassen zuvor die Nutzung von Apple Pay abgelehnt haben, scheint die Einführung des mobilen Bezahldienstes nun wohl doch in Betracht gezogen werden. „Die Sparkassen und Landesbanken in Deutschland arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung ihrer Zahlungslösungen für ihre Kunden. In diesem Zusammenhang führen wir sehr positive Gespräche mit Apple, um herauszufinden, wie wir Apple Pay für alle unsere Kunden einführen können“, so ein Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV).

Im Dezember vergangenen Jahres ging Apple Pay nach langer Wartezeit an den Start. Mit der App können die Nutzer in Ladengeschäften per iPhone oder Apple Watch bezahlen. Dafür wird lediglich eine Kreditkarte der teilnehmenden Banken und ein kontaktlos-fähiges Kassensystem benötigt.

Die teilnehmenden Banken berichteten von einem Ansturm auf das iPhone-Bezahlsystem. Beispielsweise lag die Zahl der Registrierungen bei der Comdirect-Bank am ersten Anmeldetag im fünfstelligen Bereich. Die Berliner Smartphone-Bank N26 und die Wirecard-Tochter Boon meldeten ebenfalls eine hohe Zahl an Neuregistrierungen. Apple Pay hat sich in Deutschland außerdem mit der Deutschen Bank, der Hypovereinsbank, Santander und American Express zusammengeschlossen.

Überraschende Wende

Möglicherweise zählt zu den kooperierenden Banken bald auch die Sparkasse. „Die technische Architektur hinter Apple Pay bietet den Verbrauchern eine hochsichere und private Lösung, die für unsere Kunden von Interesse ist“, so der DSGV-Sprecher.

Dies kommt überraschend, denn die Sparkassen und Genossenschaftsbanken hatten die Einführung des iPhone-Bezahlsystems zuvor abgelehnt und führten stattdessen eigene Bezahl-Apps ein. Diese können allerdings nur auf Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android genutzt werden, da sie beim iPhone nicht auf den NFC-Funkchip zurückgreifen können.