Preise werden 2022 weiter steigen

Preise werden 2022 weiter steigen

Lieferengpässe als größter Antreiber der Inflation

Monatelang stiegen die Preise in die Höhe und dies wird auch im neuen Jahr weiterhin so bleiben. Lieferengpässe sind dabei die größten Antreiber der Inflation.

Am Beispiel der Firma Philippi-Design, die Deko-Artikel wie Windlichter verkauft, lässt sich zeigen, weshalb die Preise zukünftig weiter steigen werden. In China sind die Produktionskosten für ein Windlicht um 16 Prozent erhöht worden und die Transportkosten nach Deutschland wurden vervierfacht. Hinzu kommt bei der Preiskalkulation noch ein Aufschlag für die Marke, den Handel und auch die Mehrwertsteuer.

Die Folge der erhöhten Kosten ist, dass das Windlicht nicht länger für 99 Euro, sondern seit Januar für ganze 189 Euro angeboten wird. Designer und Firmenchef Jan Philippi äußerte sich zu dieser Preissteigerung: „Ein solcher Preissprung ist wirklich einmalig in unserer Firmengeschichte“.

Höchster Preisanstieg seit Jahren

Philippi-Design ist aber nicht das einzige deutsche Unternehmen, dem es so ergeht. Ungefähr zwei Drittel aller Firmen haben vor, in Zukunft ebenfalls ihre Preise zu erhöhen. Das Münchner ifo-Institut hat seit Beginn der Umfragen vor 30 Jahren keinen höheren Wert festgestellt.

Die Inflation ist nach der Corona-Delle auf Hochtouren und erzielt historische Höchststände. Beispielsweise kosten Waren und Dienstleistungen im November 5,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. So einen hohen Preisanstieg gab es seit fast drei Jahrzehnten nicht.

Kein Ende der Inflation in Sicht

Im neuen Jahr wird das Wegfallen einiger Corona-Sondereffekte mit dem Dazukommen einiger Nachholeffekte als neue Inflationstreiber kompensiert.

Beispielsweise hat Philippi-Design nach eigenen Angaben die erhöhten Kosten für verschiedene Produkte selbst auf sich genommen. „Wir können uns natürlich nicht auf Dauer leisten, Minus-Geschäfte zu machen“, sagte Philippi dazu. Der Firmenchef hat vor, die Preise im Januar durchschnittlich um 25 Prozent zu erhöhen.

EZB-Vertreter Tobias Linzert aus der Abteilung Geldpolitik sagte: „Erst wenn die Inflation mittelfristig, nachhaltig und dauerhaft bei zwei Prozent angelangt ist, erst dann kann die Geldpolitik handeln. Erst dann können die Zinsen wieder steigen.“. Das bedeutet negative Aussichten für das neue Jahr, da bisher die Null-Zinsen beständig sind. Zudem werden auch in den nächsten Monaten die Preise steigen.

Quelle: www.kloepfel-consulting.com