Nachfrage in der Autobranche geht zurück

Nachfrage in der Autobranche geht zurück

Automobilhersteller greifen zu drastischen Maßnahmen

Viele haben es bereits geahnt, aber jetzt ist es zur Wirklichkeit geworden. Die Automobilindustrie kämpft mit immer weiter sinkenden Nachfragen und nun sind auch die Beschäftigten der Automobilhersteller davon betroffen.

Als Beispiel steht die Brandl Maschinenbau GmbH. Dort müssen nun auch die Arbeitnehmer leiden, denn zum Jahresende 2020 soll das Werk im niederbayerischen Pfeffenhausen geschlossen werden. Somit verlieren 120 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. Diese Amtstat kommentiert der Geschäftsführer als “dramatischen Umbruch der Automobilzuliefererindustrie”.

Brandl-Restrukturierungschef Axel Dransfeld erklärt dies mit der Aussage, dass es die einzige Möglichkeit wäre, da das Unternehmen einem gewaltigen Druck unterliegt. Für die Standorte in Tschechien und Rumänien sieht es trotzdem weiterhin gut aus.

Der Lackieranlagenbauer Eisenmann und der Zulieferer Weber Automotive hissen ebenfalls die weiße Fahne. Andere Unternehmen wie etwa Avir Gussmann, halten sich noch wacker auf der dünnen Linie. Bekannt war da Unternehmen zuvor als Neue Halberg Guss und versucht sich nun durch einen neuen Preisvorschlag zwischen der Unternehmerfamilie Hastor und VW, der in den Medien zu finden war, vom dünnen Eis wegzubewegen. Ob dieser Kampf gewonnen wird, soll in ein paar Tagen bekannt gegeben werden.

Die Arbeitnehmer müssen weiter leiden

Momentan warten 1500 Mitarbeiter der Firma Avir Gussmann in Saarbrücken und Leipzig seit mehreren Wochen auf ihr Gehalt. Genauso wie bei 200 Arbeitnehmer noch keine vereinbarten Abfindungen vorliegen. Zudem macht der IG-Metall-Sprechers Thorsten Dellmann auf einer Informationsveranstaltung keine großen Hoffnungen: “Lasst uns alle beten, dass das Geld kommt.”

Investoren wie GM, Volkswagen oder Deutz befürchten eine große Krise. Dies hat die Auswirkung, dass ein Geldzufluss von einem einstelligen Millionenbetrag fehlt. Dabei umfassen die Abfindungen allein schon einen Betrag von ca. vier Millionen Euro.

Grund für die wahrscheinlich bald tausenden Arbeitslosen ist vor allem der niedrige Pkw-Absatz in China, als auch die schwache Konjunktur.

Die E-Mobilität zwingt Zulieferer zur Umrüstung. Dadurch müssen sie nun entscheiden ob Geld sparen höherer Priorität unterliegt oder ob doch weiterhin investiert werden soll. Der Grund ist, dass viel Geld für das Umrüsten miteingeplant werden muss und nicht jede Firma dafür genügend Kapital hat.

Nicht nur Kleinunternehmen sind davon betroffen, sondern auch die Großen wie Continental oder Schaeffler. Selbst Schaeffler der den sechsten Platz unter den Autozuliefern belegt, muss sich bei den Arbeitszeiten beschränken. Genauso wie Continental nun seine Werke auf Kosteneinsparung überprüft. Das Unternehmen versucht auch in den deutschen Betrieben zu sparen. Es werden ebenfalls Arbeitszeiten gekürzt und möglicherweise Werke verkauft.

Quelle: www.kloepfel-consulting.com