Maschinenbau: Globale Materialengpässe schwächen Wachstum

Maschinenbau: Globale Materialengpässe schwächen Wachstum

Branche trotz Lieferproblemen auf Kurs

Zunehmend machen dem Maschinen- und Anlagenbau die globalen Materialengpässe und Lieferschwierigkeiten zu schaffen. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung des Branchenverbands VDMA hervor.

Darin bestätigt der VDMA zwar für 2021 die Prognose eines realen Produktionszuwachses von 10 Prozent. Gleichzeitig weist der Verband aber auch darauf hin, dass ohne Materialengpässe ein höheres Wachstum möglich gewesen wäre.

Die Auftragslage ist dem VDMA-Präsidenten Karl Haeusgen zufolge gut. Über die aktuelle Situation sagte Haeusgen: „Wie in allen Industrien, werden sich auch bei uns die Lieferschwierigkeiten bei einigen Vorleistungen noch längere Zeit bemerkbar machen. Aber die Auftragsbücher sind nach wie vor gut gefüllt.“ Die Umsätze aus diesen Bestellungen werden mit etwas Verzögerung verbucht, erwartet der VDMA nach Aussage seines Präsidenten.

Weiter erläuterte Haeusgen, dass viele Maschinenbauer bereits in diesem Jahr das Umsatzniveau von 2019 wieder erreichen werden. Für 2022 gehen die VDMA-Volkswirte unverändert von einem weiteren Produktionsplus von real 5 Prozent aus.

Konfrontation zwischen China und USA als Herausforderung

Die Schwierigkeiten zwischen den Volkswirtschaften USA und China bezeichnet der VDMA als eine immer größere Herausforderung für die Branche. Dazu verweist der Verband darauf, dass die Branche stark exportiert und im Durchschnitt vier von fünf Maschinen ins Ausland verkauft.

Außerdem erwähnt der VDMA in seiner Mitteilung eine Umfrage, nach der fast die Hälfte der Maschinenbaufirmen Komponenten aus China oder den USA beziehen, die für die eigene Produktion kritisch sind. Vor allem handelt es sich dabei um elektronische Komponenten und Bauteile. Aber dazu gehören auch Rohmaterialien wie Stahl und Gussteile sowie verschiedene andere Vorprodukte.

Haeusgen sagte dazu: „Hier besteht das Risiko, von China oder den USA im Fall von Handelsstreitigkeiten unter Druck gesetzt zu werden.“ Daher wüssten die Unternehmen, dass sie handeln müssen.“ Hierfür zeigt der Verband in seiner Mitteilung verschiedene Wege auf.

Außerdem erklärte Haeusgen mit Blick auf die Strategien der Unternehmen, dass Europa nicht nur versuchen solle, die Märkte weltweit offen zu halten, sondern auch weitere internationale Handelsabkommen auszuhandeln.

Quelle: www.kloepfel-consulting.com