Erholung erwartet

Erholung erwartet

Kommentar des Ifo-Instituts

Das Ifo-Institut titelte jüngst: „Nach beispiellosem Absturz klettert die Wirtschaft wieder aufwärts.“ Die zugehörige Pressemittelung veröffentlichte das Institut am Donnerstag, als das Statistische Bundesamt (Destatis) den massiven Einbruch des deutschen Bruttoinlandsprodukts mitteilte.

Die Münchner Forschungseinrichtung schreibt zwar, dass noch nie in der deutschen Nachkriegsgeschichte die Wirtschaftsleistung so stark eingebrochen sei wie im zweiten Vierteljahr. Dennoch wird gleichzeitig ein leichter Optimismus vermittelt. So lautet der Kommentar des Ifo-Konjunkturchefs Timo Wollmershäuser zu den Zahlen des Statistischen Bundesamts: „Die Wirtschaft ist in beispielloser Weise abgestürzt. Sie hat sich aber im Coronatal gefangen und klettert nun wieder aufwärts, ohne bislang die alte Höhe erreicht zu haben.“ Weiter prognostiziert er: „Aufs Gesamtjahr gerechnet wird es zu einem Minus der Wirtschaftsleistung in der Größenordnung von 5 Prozent kommen.“

Mögliche Besserung im zweiten Halbjahr

Der Ifo-Konjunkturchef geht von einer spürbaren Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2020 aus. Bei seinen Ausführungen zeigt er auf, dass durch die allmähliche Lockerung der Maßnahmen gegen das Corona-Virus die Einzelhandelsumsätze im Mai kräftig stiegen. Seiner Ansicht nach wurden in der Zeit viele Käufe nachgeholt. Dazu ergänzt er: „Aber auch in den anderen Wirtschaftszweigen zogen Produktion und Umsätze allmählich wieder an.“

Als weitere Begründung für eine mögliche Erholung gibt das Institut das in vielen Unternehmen zuletzt deutlich verbesserte Geschäftsklima an. Dazu ist auf den vor wenigen Tagen veröffentlichten Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts verwiesen.

Dieser Indexwert erhöhte sich im Juli auf 90,5 Punkte, nach 86,3 Punkten (saisonbereinigter Wert) im Juni. Dies ist das dritte Wachstum in Folge. So zeigten sich die Unternehmen in Bezug auf die aktuelle Lage merklich zufriedener. Zudem wird von ihnen der Ausblick auf die kommenden Monate optimistischer bewertet.

Quelle: www.kloepfel-consulting.com