Continental kürzt nun 30.000 Arbeitsplätze

Continental kürzt nun 30.000 Arbeitsplätze

1 Milliarde Euro pro Jahr sollen gespart werden

Der Automobilzulieferer Continental muss wegen der Corona-Krise Sparmaßnahmen treffen. Seit ein paar Jahren hat das Unternehmen mit schlechten Nachrichten zu kämpfen. Zuerst wurde bekannt gegeben, dass neun Werke der Antriebssparte geschlossen werden und das Kühlmittelwerk in Oppenweiler nicht mehr lange bestehen bleiben kann. Nun treibt die Pandemie Continental zu noch drastischeren Kostensenkungen. Zuvor sprach der Konzernchef Elmar Degenhart nur von ungefähren Werten wie „mehrere hundert Millionen Euro“, die eingespart werden müssen.

Continental teilte vor kurzem mit, Teile sollen von der jetzt vorgelegten Strategie „voraussichtlich zur Verlagerung oder Schließung von Anlagen und Betriebsteilen an Standorten mit dauerhaft zu hohen Kosten, auslaufenden Technologien oder absehbar mittel- bis langfristig unwirtschaftlicher Auslastung der Produktionskapazitäten“ führen.

Beispiele der Sparmaßnahmen

Es soll in der Produktion sowie Forschung und Entwicklung gespart werden. Pro Jahr ist ein Sparziel über eine Milliarde Euro angedacht. Zuvor sollten es nur 500 Millionen sein. Degenhart erklärt: „Die gesamte Autoindustrie hat derzeit gewaltige Herausforderungen zu bewältigen. Keine ihrer Krisen der vergangenen 70 Jahre war größer und schärfer. Sie trifft die Zulieferer besonders hart“.

In anderen Worten: Aus 20.000 Stellenstreichungen werden 30.000. In Deutschland wächst dann die Zahl um 6.000 auf 13.000 Arbeitsplätze, die wegfallen sollen. Dazu gehören zum einen das Thüringer Werk in Mühlhausen, welches 150 Angestellte beschäftigt – dieses soll bis 2022 geschlossen werden. Ebenfalls das Automotive-Werk in Karben soll bis 2024 seine Produktion stoppen. Zurzeit sind dort 1.100 Arbeitnehmer beschäftigt. Die Unternehmensleitung teilte mit, dass bis 2025 insgesamt 90 Prozent der Maßnahmen durchgesetzt sein sollen.

Continental ist nicht der einzige

Die Automobilbranche wird dazu gezwungen Sparmaßnahmen zu treffen. Nicht nur die Konjunktur wird schwächer, auch die Auswirkungen der Pandemie strapazieren den Markt. Während die Hersteller weniger produzieren und Überkapazitäten abbauen müssen, sind die Zulieferer ebenfalls von einem Vollbetrieb weit entfernt.

Deswegen muss nicht nur Continental zu solchen drastischen Mitteln greifen. ZF Friedrichshafen hat ebenfalls bekannt gegeben, 15.000 Arbeitsplätze zu streichen. Verkürzte Arbeitszeiten und Entlassungen kommen ebenfalls auf die Mitarbeiter von Bosch zu.

Quelle: www.kloepfel-consulting.com