Condor: Auf der Suche nach Investoren

Condor: Auf der Suche nach Investoren

Ralf Teckentrup wirbt die Investitionschance

Condor sucht nach einem neuen Investor, damit der Fluganbieter dem Sog des Mutterkonzerns entgehen kann. Ralf Teckentrup zeigt sich überraschend positiv und rechnet mit schnellen Ergebnissen. Anhand dieses Vorhabens ist es das Ziel des Condor-Chefs, die Airline so wie wir sie kennen zu erhalten. Somit sagt die Condor-Führungsspitze, dass die Insolvenz des Unternehmens keinen Sinn ergebe. „Ich sehe keinen Grund, warum diese profitable Airline nicht weiterfliegen sollte. Condor wird aus der Krise gestärkt hervorgehen“, kommentiert Teckentrup.

Condor durch Kooperationspartner gestützt

Im September meldete der Mutterkonzern Thomas Cook Insolvenz an, weswegen Condor mit diversen Hürden zu kämpfen hatte. Jedoch ist der Reiseanbieter mit 58 Flugzeugen und ca. 4900 Angestellten mit diversen Reiseveranstaltern in Kooperation. Durch ein Schutzschirmverfahren konnte sich Condor von dem britischen Konzern lösen und sucht nun nach neuen Investoren. Daher betont Teckentrup, dass bestehende Kunden keine Befürchtungen zu erwarten haben „Das Wichtigste für uns und unsere Kunden ist, dass alle Tickets sicher sind – sowohl für die Wintersaison durch den Überbrückungskredit, als auch für die Sommersaison ab 1. April 2020, für die die Buchungseinnahmen für maximale Sicherheit für unsere Kunden auf einem Treuhandkonto verwaltet werden.“

„Condor ist eine echte Investmentchance. Mit einfachen und überschaubaren Investitionen könnte man schnell zu besseren Ergebnissen kommen“, erzählt Teckentrup stolz. Um die Chance für neue Investoren zu erheben, sollen neue energieeffiziente Flugzeuge zur Flotte hinzugefügt werden. Um dies zu finanzieren, werden die Gelder, welche zuvor immer in den britischen Konzern geflossen sind, eingesetzt.

Condor verzeichnet höheren Gewinn

Condor hat die besten Voraussetzungen, um die meisten der 16 Langstreckenflugzeuge innerhalb der nächsten fünf Jahre auszutauschen – zu Dank der gestaffelten Laufzeiten der Leasingverträge und dem Kontakt zu vertrauensvollen Herstellern.

Teckentrup erwähnt, dass der Flugkonzern seinen operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern im Geschäftsjahr 2018/2019 steigern konnte. Weiterhin erklärt Teckentrup, „Die touristische Langstrecke ist ein absolutes Spezialgeschäft, in dem alle außer uns Verluste einfliegen. In unserem Unternehmen ist Technologie und ein einzigartiges Wissen um die verschiedenen Vertriebswege vorhanden. Wir können
die gesamte Klaviatur vom weltweit erhältlichen Einzelticket bis zum Veranstaltergeschäft spielen.“

Viele mögliche Investoren

Der Investorenprozess, welcher von der Privatbank Rothschild organisiert wird, wird transparent vonstattengehen. Weiterhin erläutert Teckentrup, „Es haben sich deutlich mehr Interessenten gemeldet, als ich erwartet hätte. Es handelt sich um Unternehmen, die selbst Airlines betreiben, um Finanzinvestoren und schließlich um touristische Reiseveranstalter.“ Die ausschlaggebende Entscheidung treffe letztendlich der Gläubigerausschuss. „Die entscheidenden Kriterien sind dann der Kaufpreis, der Erhalt der Arbeitsplätze und die Zukunftsfähigkeit des Konzepts.“

Quelle: www.kloepfel-consulting.com