Tiefster Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2002
Nun macht sich die Auswirkung der Corona-Pandemie auch auf dem Beschäftigungsbarometer des Ifo-Instituts bemerkbar. Zuletzt ist der Wert von März mit 93,4 Punkten auf 86,3 Punkte im April gefallen. Ifo-Experte Klaus Wohlrabe erklärt: „Dies ist ein historisches Tief“. Dieser Wert stellt sich aus der Analyse von 9.000 Unternehmen zusammen.
Im Monatsvergleich sind die Werte des verarbeitenden Gewerbes, den Dienstleistern, im Bau sowie im Handel noch nie so stark eingebrochen. Wohlrabe vermutet, dass Dienstleister zum ersten Mal seit Beginn der Finanzkrise diverse Beschäftigungsverhältnisse beenden werden. Es wird vermutet, dass auch der Bereich des Handels diverse Mitarbeiter verabschieden wird – Supermärkte sind davon ausgenommen. Der Bausektor, der zuletzt einen hohen Anstieg hatte, kann sich nun auch nicht länger anders gegen die Corona-Krise wehren als Arbeitnehmer zu entlassen. Bereits im März wurde der tiefste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2002 erfasst.
76.000 mehr Arbeitslose
Die Arbeitslosenanzahl soll laut dem IAB-Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit (BA) um etwa 30 Prozent ansteigen. Dies wären etwa drei Millionen Arbeitnehmer. Im Laufe der zweiten Jahreshälfte soll die Hälfte der Betroffenen allerdings wieder beschäftigt werden können – wenn die Normalisierung der Wirtschaftstätigkeit auch umgesetzt werden kann. An diesem Donnerstag sollen die genauen Werte für den Monat April von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht werden. Experten prognostizieren einen Zuwachs von 76.000 der saisonbereinigten Arbeitslosenzahl. Somit würde die derzeitige Arbeitslosenquote von 5 Prozent um 0,2 Prozent steigen.
Quelle: www.kloepfel-consulting.com