Autonome Liefersysteme

Autonome Liefersysteme

Wachsendes Interesse von Investoren an Lieferrobotern

Die Entwicklung von autonomen Liefersystemen schreitet voran und trifft offenbar auf eine steigende Nachfrage.

Ein Beispiel dafür ist die Firma Starship. Sie hat derzeit zwanzig sechsrädrige Lieferroboter in der Stadt Fairfax im US-Bundesstaat Virginia in Betrieb. Diese Roboter stellen den Kunden beispielsweise Mahlzeiten, Lebensmittel und Medikamente bis vor die Haustür zu. Nach Aussage von Christopher Braun, dem Leiter des Büros für Wirtschaftsentwicklung in Fairfax, wurde dafür die Genehmigung sehr schnell erteilt. Christopher Braun sagte dazu: „Ich denke, ohne eine Krise hätte es eine gewisse Skepsis gegeben, ob diese Roboter eingesetzt worden wären oder nicht.”

Interesse der Investoren

Wie eine Reuters-Analyse zeigt, wächst offenbar das Interesse der Investoren an Anbietern von autonomen Liefersystemen. Demnach wurden von Kapitalanlegern in den letzten Monaten mindestens sechs Milliarden Dollar in mehr als 24 Unternehmen investiert, die mit der Auslieferung von Waren durch Maschinen zu tun haben. Neben den fahrenden Lieferrobotern sind hier ebenfalls Drohnen und schwere Lastwagen zu nennen.

Eines der Unternehmen, die Firma Pony.ai, wird auch von Toyota finanziert. Das 2016 gegründete Unternehmen Pony.ai hat im Februar in einer Finanzierungsrunde, an der ebenfalls der japanische Autokonzern teilnahm, 462 Millionen Dollar eingesammelt. Dadurch schafft es die Firma auf eine Bewertung von mehr als drei Milliarden Dollar. Zurzeit testet Pony.ai in Kalifornien die Lieferung von Lebensmitteln mit autonomen Fahrzeugen.

Nicht nur Pony.ai, sondern auch andere junge Unternehmen nutzten erfolgreich ihre Chance, frisches Kapital zu erhalten. Ein Beispiel ist die ebenfalls in Kalifornien ansässige Firma Kiwibot mit ihrer Entwicklung von auf dem Bürgersteig fahrenden Lieferrobotern. Auch ist hier das Unternehmen Optimus zu erwähnen, das sich auf die Technologie für autonomes Fahren konzentriert.

Allerdings ist anzumerken, dass es für etablierte Firmen leichter ist, von den Investoren Geld zu bekommen. So erhielten mit vier Milliarden Dollar die großen Unternehmen der Branche wie Waymo, ein Schwesterunternehmen von Google, oder der chinesische Mitfahrdienst Didi Chuxing den Hauptanteil des seit Januar entsprechend investierten Kapitals.

Zur aktuellen Marktentwicklung der Produkte sagt John Krafcik, der Chef von Waymo: „Die Realität sieht derzeit so aus, dass die Lieferung von Waren ein größerer Markt ist als die Beförderung von Menschen”.

Quelle: www.kloepfel-consulting.com